Beautyretusche
Wer sieht sich nicht so manches Mal die Titelseiten von Mode- und Lifestyle-Magazinen an, und staunt über die makellose Haut der abgebildeten Models?
Natürlich wissen wir, dass bei diesen Bildern tief in die Trickkiste der Beauty-Retusche gegriffen wurde, und dennoch träumen wir doch ganz gerne mal davon, auch eine solch ebenmäßige Haut ohne Pickelchen oder rote Stellen …
Aber Beautyretusche ist weit mehr als die Verfeinerung des Hautbildes oder das Auftragen von MakeUp.
Die Gesichtsproportionen werden verändert, sprich Gesichtpartien werden gehoben oder gesenkt, plastisch nach vorn oder hinter gearbeitet, Augen, Nase, Mund, Kinn vergrößert oder verkleinert oder umgeformt, Augenbrauen verändert …. Soweit so gut, also liegt es immer im geschmacklichen Ermessen, des Fotobearbeiters, was dieser schön findet oder nicht? Nein, so geht es natürlich nicht. In Studien über mehr als 4 Jahrzehnte wurde detailliert ermittelt, wie sich ein Schönheitsideal “berechnen” lässt, das wiederum sieht natürlich in Europa oder Amerika anders aus als in Afrika oder Asien.
Im Vordergrund steht immer eine gewisse Gesichtssymmetrie, in Europa tendiert man zum Beispiel zum Favorisieren kleiner Nasen und großer Augen.
Beim Ermitteln dieses Ideals stellt sich, nimmt man die gesamte Erfassungsdauer über mehrere Jahrzehnte, ein deutlicher Trend heraus, betrachtet man nur einzelne Jahre solcher Studien, kann man erkennen, dass Schönheitsideale kurzlebiger waren, was großenteils in der gerade vorliegenden Popularität und Idealisierung von gerade “im Trend liegenden” Stars als Vorbilder begründet ist.
Unsere Beautyretsuche orientiert sich in etwa an einer “Schablone” des europäischen Schönheitsideals. Natürlich verändert man die Gesichtsmerkmale immer nur in die Richtung dieses Ideals (sonst würden ja alle anschließend gleich aussehen), gewisse Charaktermerkmale sollten schon erhalten bleiben. Auch sollten Narben, Muttermale oder andere wichtige charakteristische Erkennungszeichen nicht der Retusche zum Opfer fallen.
In diesem Nebeneinander-Vorher-Nachher Vergleich, fällt die Haut- und Haar-Retusche auf, aber ansonsten ist das Model im Großen und Ganzen sie selbst geblieben. So soll das eigentlich sein, proportionelle Veränderungen sollen nicht auf den ersten Blick wahrgenommen werden. Der Eindruck der ersten Sekunden des Betrachtens wird abgespeichert.

Beispiel einer Extrem-Retusche:
Nachdem sich diese Seite korrekt aufgebaut hat (das kann auch schon mal je nach Geschwindigkeit deines Internet ein bis zwei Minütchen dauern), erscheint das Foto im 2-Sekunden-Wechsel in der Vorher-/Nachher-Ansicht. Die Veränderungen werden deutlicher als beim Nebeneinander-Vergleich. Hier wurde also extrem zur Sache gegangen, ohne das dies auf den ersten Blick ins Auge fällt. Dieses Retusche-Beispiel dient aber nur zur Erklärung der Vorgehensweise, sonst ist es eher schon zu krass.
(Weitere, weit weniger beautyretuschierte Bilder dieses Models gibt es übrigens auf der Startseite unter “LA PRIMAVERA”).


Die Seite wurde überarbeitet.
Demnächst erscheinen hier wieder weitere Vorher-Nachher-Beispiele.
